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„Schnuppe“ von Nina Pohl

Sternenfuß 1 – Collage J. Hühnerbein

Die Sterne sind mir schnuppe

die Erde hab ich lieb

was paßt auf Fingers Kuppe

das nehm ich wie ein Dieb

Ich bin zwar hier geboren

geborgen bin ich nicht

die Liebe war verloren

so schrieb ich mich ans Licht

Was sie mir bieten konnten

an Lohn & Brot & Geld

worin sie sich wohl sonnten

das war nicht meine Welt

Bin ich auch lebensmüde

hab ich doch Todes Mut

das Leben ist oft rüde

und schlägt mich bis aufs Blut

Die Liebe ist mir Linde

ein heller grüner Raum

ich streichle ihre Rinde

und lebe meinen Traum

Ich hör sie draußen lallen

dem Mammon hinterher

ich seh die Sterne fallen

und wünsche mir nichts mehr