Prolog zur Auftaktveranstaltung

Prolog zur Auftaktveranstaltung von Johannes Krebs

Ich hab’s am Mittwoch in der „FreienPresse“ gelesen …

… Mittelsachsen erzählen am Abend im Müllerhof von Wendepunkten in ihrem Leben. Spannend dachte ich! Das Angebot ziehst du der Fußball-Champions-League-Übertragung vor. Du lernst Leute unseres Kreises kennen, sagte ich mir, die nach Einschnitten in ihr Leben die Kraft, den Mut gefunden haben, zu neuen Ufer aufzubrechen. Und Jan Lässig kannte ich schon aus seinem Buchladen, der nun keiner mehr ist.

Mit Lust machte ich mich durch leichten Regen auf den Weg. Im Hinterkopf erschien das Erlebnis, das ich selbst Anfang der 90-er Jahre hatte und das mich zwang, einen neuen Weg zu suchen.

Ich geb’s zu, meine Vorstellungen vom Ablauf des Abends waren ganz anders: Geschichten hören, eventuelle Gespräche darüber oder auch sich über die Beweggründe des Kommens äußern.

Schon der Beginn mit dem jungen Klavierspieler, mit den Auftritten historischer Personen in Kostümen und mit schauspielerischem Talent überraschte mich sehr, ich verfolgte gefangen den Monologen der Frauen und konnte auch beim Auftritt des historischen Wachtmeisters herzlich lachen.

Geschickt haben Sie die Zuhörer „aufgetaut“, zum Sprechen gebracht und in mir die Lust geweckt,

meine Geschichten aufzuschreiben, denn auch mein Leben war bis jetzt kein ebener, gerader Weg. Eher verlief es im Zick-Zack. Meistens waren die Zicks und Zacks eher klein und ich lächle vor mich hin beim Erinnern. Aber auch diese sind im Projekt gefragt und ich will damit beginnen – vielleicht gleich heute Abend bei einem Glas Wein?

Auf jeden Fall nehme ich am Montag, wenn ich mit meiner Frau für 14 Tage in die Wärme fliege einen Block und Stift mit. Lust zum Schreiben im Urlaub, eine neue Erfahrung – ich bin gespannt!